Mit einem Vortrag im Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Weimar eröffnet Stiftungsdirektor Prof. Dr. Jens-Christian Wagner am 29. Januar 2026 das Jahresthema »Widerstand« der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Im Mittelpunkt stehen die heute weitgehend vergessenen frühen Konzentrationslager in Thüringen: das KZ Nohra und das KZ Bad Sulza.
Mit einem Vortrag im Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Weimar eröffnet Stiftungsdirektor Prof. Dr. Jens-Christian Wagner am 29. Januar 2026 das Jahresthema »Widerstand« der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Im Mittelpunkt stehen die heute weitgehend vergessenen frühen Konzentrationslager in Thüringen: das KZ Nohra und das KZ Bad Sulza.
Während viele Menschen beim Begriff Konzentrationslager vor allem an Orte wie Auschwitz oder Buchenwald denken und die NS-Verbrechen vom Ende her betrachten, richtet der Vortrag den Blick auf die Anfänge des NS-Terrors.
Prof. Dr. Wagner zeigt auf, wie die Nationalsozialisten von Beginn an mit brutaler Gewalt versuchten, jeglichen Widerstand zu brechen. Dafür richteten sie bereits im Frühjahr 1933 improvisierte Lager ein – in Kellern, Werkhallen, ehemaligen Hotels oder Flugplatzgebäuden – und damit mitten in der Gesellschaft. Der Vortrag zeichnet einen roten Faden von Nohra über Bad Sulza bis nach Buchenwald und zeigt, wie schnell die Nationalsozialisten den Rechtsstaat abschaffen und ihre Macht mit brutalem Terror festigen konnten.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Geschichte des KZ Nohra, das als vermutlich erstes Konzentrationslager Deutschlands auch für die weitgehende Niederlage des antifaschistischen Widerstands und die Etablierung des NS-Regimes im Jahr 1933 steht.
Der Vortrag bildet den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen und Veröffentlichungen, mit denen die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora im Jahr 2026 das Thema »Widerstand« in den Fokus rückt.
PM-SGB
Zum Foto:
Gedenktafel von 1988 für das KZ Nohra, aufbewahrt im Museum des Vereins Flugplatz Nohra e. V., Foto: Jens-Christian Wagner.