Jörg Schuster hat diesmal die Journalistin, Autorin, Filmemacherin Liz Wieskerstrauch zu Gast. In ihrem aufrüttelnden Dokumentarfilm »Blinder Fleck« thematisiert die Regisseurin organisierte, ritualisierte und sexualisierte Gewalt an Kindern. Die ausschließlich durch Spenden finanzierte Doku beleuchtet die schwersten Traumata der Betroffenen, die oft eine dissoziative Identitätsstörung entwickeln, und kritisiert das gesellschaftliche Wegsehen sowie die Diskreditierung von Opfern.
Jörg Schuster hat diesmal die Journalistin, Autorin, Filmemacherin Liz Wieskerstrauch zu Gast. In ihrem aufrüttelnden Dokumentarfilm »Blinder Fleck« thematisiert die Regisseurin organisierte, ritualisierte und sexualisierte Gewalt an Kindern. Die ausschließlich durch Spenden finanzierte Doku beleuchtet die schwersten Traumata der Betroffenen, die oft eine dissoziative Identitätsstörung entwickeln, und kritisiert das gesellschaftliche Wegsehen sowie die Diskreditierung von Opfern.
»Es gibt Dinge, die sich der normale Mensch auf der Straße so nicht vorstellen kann.« So beschreibt eine Anwältin das Ungeheuerliche in der Dokumentation »Blinder Fleck«.
Kindesmissbrauch in sexualisierten Gewaltstrukturen wurde mehrfach aufgedeckt und die Missbrauchsabbildungen, die zuhauf dabei entstehen, tauchen massenhaft im Internet auf. Doch wie diese Aufnahmen entstehen, mit welchen immer wiederkehrenden Trainings- und Foltermethoden oder gar kultischen Ritualen voller verdrehter Ideologien Kinder regelrecht abgerichtet werden, um bei Zwangsprostitution und Sexorgien auf Knopfdruck zu funktionieren, das bleibt noch immer im Verborgenen. Und wenn Kinder gar von Kapuzenmännern mit Masken sprechen, heißt es, das hätten ihnen ihre Mütter eingeredet.
Man will das nicht hören, man will das nicht sehen, will es nicht glauben. Und die Täter sieht man erst recht nicht.
In Gesprächen mit Betroffenen sowie Expertinnen und Experten, also Psychotherapeuten, Opferanwälten, Ermittlern und einem Gedächtnisforscher, wird von ritueller Gewalt berichtet. Um jede Retraumatisierung zu vermeiden, zeigen die Bilder lediglich Situationen aus dem normalen Lebensalltag und nichts aus den benannten Parallelwelten.
Zu dem Problem, dass bisher keine stichfesten Beweise für derartige Verbrechen ans Tageslicht gebracht werden konnten, äußert sich ein Gesprächspartner im Film unmissverständlich: »Es bedeutet nicht, dass nichts davon niemals passiert ist.«