Nachhaltigkeit ist für die Bauhaus-Universität Weimar ein zentrales Ziel: Durch konkrete Maßnahmen in Lehre, Forschung und Betrieb sollen Klima- und Umweltbelastungen reduziert werden. Neben der energetischen Sanierung von Universitätsgebäuden steht ein bewusster Umgang mit Ressourcen im Fokus. Forschungs- und Lehrprojekte zum Thema Nachhaltigkeit befördern zudem den Wissenstransfer in der Region. Honoriert wurden diese Bestrebungen von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. mit einer Nominierung in der Kategorie nachhaltige »Schulen und Hochschulen« 2026.
Nachhaltigkeit ist für die Bauhaus-Universität Weimar ein zentrales Ziel: Durch konkrete Maßnahmen in Lehre, Forschung und Betrieb sollen Klima- und Umweltbelastungen reduziert werden. Neben der energetischen Sanierung von Universitätsgebäuden steht ein bewusster Umgang mit Ressourcen im Fokus. Forschungs- und Lehrprojekte zum Thema Nachhaltigkeit befördern zudem den Wissenstransfer in der Region. Honoriert wurden diese Bestrebungen von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. mit einer Nominierung in der Kategorie nachhaltige »Schulen und Hochschulen« 2026.
»Grüne« Lernorte wie die Bauhaus-Universität Weimar fördern den Umwelt- und Klimaschutz, da »Bildung für nachhaltige Entwicklung« ganzheitlich gedacht und breit umgesetzt wird. Auf der Leitungsebene etabliert, in Forschung und Lehre verankert und durch aktive Mitgestaltung der Hochschulangehörigen gelebt, mache »Nachhaltigkeit im besten Sinn Schule«, begründete die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises ihre Wahl.
Für die Bauhaus-Universität Weimar ist die Nominierung mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 zugleich Anerkennung und Auftrag: Sie bestärkt die Universität darin, ihre nachhaltige Ausrichtung weiter auszubauen und ihre Rolle als Impulsgeberin für eine sozial-ökologische Transformation im Hochschulbereich zu festigen.
Transformation in Forschung, Lehre und Betrieb
In den vergangenen Jahren wurden an der Bauhaus-Universität Weimar zahlreiche Initiativen und Maßnahmen angestoßen, um Nachhaltigkeit systematisch in Forschung, Lehre, Transfer und Hochschulbetrieb zu verankern.
Dies beginnt bereits auf Weg zur Hochschule: In Weimar sind die Angehörigen der Universität klimafreundlich unterwegs. Ob zu Fuß, mit dem Wasserstoff-Bus oder per Rad. Aktionen wie das »Stadtradeln« befördern ein nachhaltiges Mobilitätskonzept, welches an der Professur Verkehrssystemplanung wissenschaftlich unterlegt und weitergedacht wird. Studiengänge wie »Umweltingenieurwissenschaften« oder »MediaEcologies« setzen sich technisch mit den Herausforderungen des Klimawandels sowie kritisch mit dem medial geformten Umweltbewusstsein unserer Gesellschaft auseinander. Experimentiert wird mit nachwachsenden Rohstoffen, schlanken Strukturen, rückbaubaren Materialien und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten – wie beispielsweise einem Messestand, der auch als Bühne fungiert.
Seit 2019 veröffentlicht die Universität zudem regelmäßig Umweltberichte, die als Monitoring-Instrument für laufende Maßnahmen dienen. Im Rahmen des Drittmittelprojektes »Trafo2030« werden aktuell Leitlinien für einen klimaangepassten, biodiversen und einladenden Campus erarbeitet. Ein Baustein von vielen auf dem Weg zu einer EMAS-Zertifizierung, dem offiziellen EU-Gütesiegel für freiwilliges Umweltmanagement.
Als Konsortialführerin der europäischen Hochschulallianz BAUHAUS4EU trägt die Bauhaus-Universität Weimar ihren gestalterischen Anspruch an eine resiliente, nachhaltige und inklusive Zukunft zudem in einen internationalen Verbund – mit dem Ziel, so Dr.-Ing. Tonia Schmitz, gemeinsam mit neun Partneruniversitäten in ganz Europa daran zu arbeiten, wie Hochschulen zur nachhaltigen Entwicklung ihrer Institutionen und Regionen beitragen können.
Über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist seit 2008 die größte Auszeichnung ihrer Art in Europa. In der Kategorie »Schulen und Hochschulen« werden Bildungseinrichtungen gewürdigt, die Nachhaltigkeit nicht allein lehren, sondern in Forschung, Betrieb und gesellschaftlichem Engagement verankern. Mit ihrer Nominierung zählt die Bauhaus-Universität Weimar zu einem bundesweit kleinen Kreis von rund zehn Bildungseinrichtungen, die Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe von Forschung, Lehre, Betrieb und gesellschaftlicher Verantwortung verstehen. Über die Auszeichnung entscheidet eine unabhängige Fachjury; wesentliche Kriterien sind Innovationskraft, Skalierbarkeit, Signalwirkung und langfristige Verantwortung. Inhaltlicher Partner des Preises ist der Rat für Nachhaltige Entwicklung, das Beratungsgremium der Bundesregierung. Die feierliche Verleihung findet jährlich im Dezember statt.
Fortlaufender Prozess
Ausgangspunkt für die Nominierung war die Einreichung des studentischen Projektes »Die Krone der Erschöpfung« von Philipp Kowalski. Seine Rauminstallation übersetzt wissenschaftliche Daten zur Kronenverlichtung deutscher Wälder – einem zentralen Indikator für deren Gesundheitszustand – mithilfe von Licht und Raum in eine sinnlich erfahrbare Form und steht damit beispielhaft für den gestalterisch-forschenden Ansatz der Universität, komplexe ökologische Zusammenhänge verständlich und öffentlich zugänglich zu machen.
Mit der Einreichung eines studentischen Projekts wird zugleich die gesamte Hochschule für eine mögliche Nominierung geprüft: Der Beitrag öffnete so das Verfahren, in dem das Nachhaltigkeitsengagement der Universität als Ganzes bewertet wurde. »Dass die Bewerbung von unseren Studierenden ausging, macht die Anerkennung besonders wertvoll – sie zeigt, dass Nachhaltigkeit bei uns nicht nur ein strategisches Ziel ist, sondern in der ganzen Universitätsgemeinschaft gelebt wird. Zugleich ist die Nominierung eine Ermutigung, weiterzumachen: Nachhaltigkeit ist kein abzuschließendes Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess«, erklärt Dr.-Ing. Tonia Schmitz, Leiterin der Hochschulallianz BAUHAUS4EU und der ehemaligen Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung.
BUW-MI
Foto: Thomas Müller